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RdF-News
25.03.2019
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PwC: Etablierte Börsen haben Nase vorn, China und Indien dominieren die Erstemissionen

Die vier beliebtesten Börsenplätze, die Unternehmen für ein Initial Public Offering (IPO) in Betracht ziehen, sind alte Bekannte: Die beiden New Yorker Börsen (New York Stock Exchange und Nasdaq) auf Platz 1 und 3, die London Stock Exchange auf Platz 2 sowie die Hong Kong Stock Exchange auf Rang 4. Mit den indischen Börsen (Bombay Stock Exchange and National Stock Exchange of India) schafft immerhin ein Vertreter der aufstrebenden Wirtschaftsmärkte den Sprung in die Top 5. Die Deutsche Börse liegt auf Rang 8. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Befragung von 370 Unternehmensvertretern, die PwC für die Studie „Capital Markets in 2030“ befragt hat.

Mit Blick auf Börsengänge im Jahr 2030 bleibt die Top 5 unverändert – nur Nasdaq und London Stock Exchange tauschen die Plätze. Die Deutsche Börse werden 2030 - im Vergleich zur vorherigen Studie für 2025 mit 8% - nun immerhin 9 % der Emittenten Deutschland als Börsenplatz für ihr IPO in Betracht ziehen. Damit liegt Frankfurt auf Rang 12 – hinter Australien, Singapur, Südafrika und Brasilien.

2011 gaben noch 74 % der Befragten an, dass sie die NYSE für ihre Erst-Emission in Betracht ziehen würden, 2018 waren es nur noch 38 %. Auch London würden heute nur noch 34 % der Befragten als Börsenplatz wählen; 2011 votierten noch 72 % für London.

Mit Blick auf die IPO-Pipeline ist China das Land, das nach Ansicht der Befragten im Jahr 2030 die meisten Börsendebütanten hervorbringen wird: 55 % sind der Meinung, dass die Mehrzahl der Erstemissionen dann aus dem Reich der Mitte kommen wird. Auf Rang 2 liegt Indien (45 % Nennungen), gefolgt von den USA (41 %) und Brasilien (21 %). Großbritannien schafft es trotz Brexit mit 18 Prozent der Nennungen auf Rang 5 – und liegt damit einen Platz vor Deutschland (14 %).

Bei der Auswahl des Börsenplatzes für ein IPO hat Liquidität nach wie vor die höchste Priorität. Das sagt die Hälfte der Befragten (49 %). Aber auch Bewertungen und die Kosten für die Emission spielen für 32 bzw. 29 % der Befragten eine zentrale Rolle. Die größten Sorgen, die sich Unternehmen bei einem Erst-Listing an einer Börse in aufstrebenden Märkten machen, ist die möglicherweise fehlende Liquidität (33 %t). Aber auch Währungsschwankungen (29 %) und ein unsicheres regulatorisches Umfeld (25 %) bereiten den Befragten Kopfschmerzen.

Grundsätzlich sinkt die Bedeutung eines Börsengangs für die Kapitalbeschaffung nach Ansicht der Befragten. Jeder zweite ist der Meinung, dass der Sprung an die Börse heute eine kleinere Rolle spielt, wenn es um die Finanzierung geht. Das liegt auch daran, dass Unternehmen mehr Optionen zur Verfügung stehen, um Kapital zu beschaffen – sowohl in den etablierten als auch in den aufstrebenden Märkten. Dieser Meinung sind drei von vier Befragten. Die beliebteste private Finanzierungsoption ist Private Equity (55 %).

Die komplette Studie ist abrufbar unter
https://www.pwc.de/de/kapitalmarktorientierte-unternehmen/boersen-in-new-york-und-london-verteidigen-fuehrungsposition-buessen-aber-an-dominanz-ein.html

(PM PwC vom 20.3.2019)

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