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RdF-News
31.01.2018
RdF-News
EZB: Ergebnisse der Umfrage vom Dezember 2017 zu den Kreditbedingungen an den Märkten für auf Euro lautende wertpapierbesicherte Finanzierungen und OTC-Derivate (SESFOD)

Wie in den beiden vorangegangenen Erhebungen gaben die Umfrageteilnehmer an, dass per saldo  die  Kreditbedingungen  für  Gegenparteien  an  den  Märkten  für  wertpapierbesicherte Finanzierungen wie auch für OTC-Derivate im dreimonatigen Referenzzeitraum von September bis  November  2017  im  Großen  und  Ganzen  unverändert  geblieben  sind.  Für  den  nächsten Referenzzeitraum  von  Dezember 2017  bis  Februar 2018  wird  bei  allen  Kategorien  von Gegenparteien mit einer leichten Lockerung der Kreditbedingungen gerechnet. Zugleich gaben die Befragten an, dass bei allen Arten von Gegenparteien die Bemühungen zur Aushandlung
günstigerer Kreditbedingungen etwas zugenommen haben.

In  Bezug  auf  Finanzierungen,  die  mit  auf  Euro  lautenden  Wertpapieren  besichert  werden, berichteten die Teilnehmer der SESFOD-Umfrage, dass die Obergrenzen und Höchstlaufzeiten für  die  Finanzierung  sowie  die  Bewertungsabschläge  per  saldo  bei  vielen  Arten  von Sicherheiten  weitgehend  gleich  geblieben  sind.  Aus  der  Umfrage ging auch  hervor,  dass  die Nachfrage bei den meisten besicherten Finanzierungen gestiegen ist, was in einigen Fällen auf
das bevorstehende Jahresende zurückzuführen war. Wie in der letzten Erhebung haben sich in Bezug  auf  die  Liquidität  und  die  Funktionsweise  der  Märkte  den  Angaben  zufolge  für  die meisten  Arten  von  zugrunde  liegenden  Sicherheiten  im  Großen  und  Ganzen  kaum Veränderungen ergeben.

Mit  Blick  auf  nicht  zentral  geclearte OTC-Derivate  meldete  per  saldo  eine  geringe  Anzahl  an Umfrageteilnehmern  eine  Verschärfung  der  nichtpreislichen  Konditionen  für  neue  bzw.  neu verhandelte  Rahmenverträge  für  OTC-Derivate.  Diese  Verschärfung  war  allerdings  weniger stark ausgeprägt als in den letzten beiden Erhebungen.

Die Umfrage vom Dezember 2017 enthielt auch Fragen zu Market-Making-Aktivitäten. In Bezug auf die meisten Arten von Schuldverschreibungen berichtete per saldo ein geringer Anteil der Banken, dass die Market-Making-Tätigkeiten im letzten Jahr zugenommen haben, wobei dies im Bereich der Unternehmensanleihen stärker ausgeprägt war als bei Staatsanleihen. Zugleich meldete mehr als ein Fünftel der Befragten einen Rückgang der entsprechenden Aktivitäten für Derivate. Ungeachtet dieser Entwicklung war die Zuversicht der Umfrageteilnehmer, in einem angespannten Umfeld als Market Maker agieren zu können, nach wie vor in Bezug auf Derivate, aber  auch  mit  Blick  auf  Staatsanleihen  und  gedeckte  Schuldverschreibungen,  relativ  groß.

Weniger stark ausgeprägt war diese Zuversicht der Banken jedoch im Hinblick auf die anderen in der Umfrage erfassten Sicherheitenkategorien.
Die Erhebung wird vier Mal im Jahr durchgeführt, sodass Änderungen der Kreditbedingungen in den  im  Februar,  Mai,  August  bzw.  November  endenden  dreimonatigen  Referenzzeiträumen erfasst  werden.  Für  die  Umfrage  vom  Dezember 2017  wurden  qualitative  Angaben  zu  den Veränderungen im Zeitraum September bis November 2017 erhoben. Die Ergebnisse basieren auf  den  Antworten  einer  Gruppe  von  28 Großbanken,  von  denen  jeweils  14 im  Euro-
Währungsgebiet ansässig sind bzw. ihren Hauptsitz außerhalb des Euroraums haben.

(PM Deutsche Bundesbank vom 30.1.2018, Übersetzung der enfglischen PM der Europäiuschen Zentralbank vom 30.1.2018)

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